Der Buddhismus ist eine der großen Weltreligionen unserer Erde. Er findet seine Ursprünge in Indien. Als Begründer des Buddhismus gilt der Fürstensohn Siddharta Gautauma. Das Wort Buddha bedeutet wörtlich "der Erwachte, der Erleuchtete". Demgemäß wurde der Fürstensohn im Alter von 35 Jahren nach seiner Erleuchtung umbenannt. Die Anhänger gehen jedoch nicht von einem einzigen, sondern vielmehr von einer Vielzahl von Erleuchteten aus. Heute gehören etwa 400 Millionen Menschen jener viertgrößten Religionsgemeinschaft an. Vor allem in den asiatischen Ländern wird nach den Lehren dieser Konfession gelebt. In Deutschland hingegen wird der Buddhismus staatlich nicht anerkannt. Um sich der Gemeinschaft anzuschließen bedarf es keiner Anmeldung oder Taufe. Jeder Mensch kann sich durch das Zufluchtnehmen dem Buddhismus zuwenden. Dabei muss der Annehmende drei Mal die dreifache Zufluchtformel in der altindischen Sprache Pali sprechen. Es ist sogar denkbar, sich der Religion zuzuwenden, ohne seinen bisherigen Glauben aufzugeben.

Nach der buddhistischen Lehre existieren vier Wahrheiten auf der Welt. Zum einen besteht die Erkenntnis, dass das Leben von Leiden geprägt ist, zum anderen steht fest, dass dieses Leiden durch Gier, Hass und Verblendung verursacht wird. Die dritte Wahrheit ist, dass das Leiden durch Beseitigung dieser Ursachen beendet werden kann und zuletzt, dass der Weg dahin über den Achtgliedrigen Pfad führt. Die Vertreter dieser Gemeinschaft glauben an einen ewigen Kreislauf aus Leben und Tod. Dementsprechend nehmen sie an, dass das Leben aus Geburt und Wiedergeburt besteht. Dabei beeinflussen die Taten des Daseins das nächste Leben. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der Buddhismus keinen Glauben im klassischen Sinne praktiziert. Dies wird dadurch belegt, dass die Anhänger keinen Gott anbeten. Stattdessen beruht das Zufluchtnehmen auf einem eigenverantwortlichen Selbstfindungsprozess durch den ein rechtschaffenes Leben angestrebt werden soll. Darauf beruht ebenso der Achtgliedrige Pfad, wonach es u.a. um die vollkommene Sammlung des eigenen Geistes und den vollkommenen Lebenserwerb geht.